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BEI MÄNNLICHER UNFRUCHTBARKEIT DURCHGEFÜHRTE TESTS

Samenanalyse

Der wichtigste Test zur Bewertung einer männlichen Unfruchtbarkeit ist die Samenanalyse, die auf die Untersuchung der Ejakulation, die mittels Masturbation erhalten wird, beruht.

Patienten müssen bei diesen Tests auf Folgendes achten:

  • Daß das Ejakulat zwischen dem 2. und 6. Tag einer Enthaltung abgegeben wird,
  • Daß das Ejakulat in einem, vom Unfruchtbarkeitszentrun gestellten, sterilen Behälter aufbewahrt wird,
  • Daß während der Masturbation keine Spucke, Seife oder andere Gleitmaterialien verwendet werden, die den Samen schaden könnten,
  • Daß das Ejakulat, wenn möglich, in der gewählten Klinik oder in einer Entfernung, so daß es in 60 Minuten in der Klinik sein kann, abgegeben wird,
  • Damit ein Unfruchtbarkeitsurteil gefällt werden kann, müssen mindestens drei Untersuchungen innerhalb zwei Monaten durchgeführt werden.

Hodentumore

Vorallem die Anwendung von Chemotherapie oder Radiotherapie bei der Behandlung von Hodentumoren beeinflußen die Samenzellenproduktion negativ. Es ist sehr wichtig um ein Unfruchtbarkeitsproblem festzustellen vor und nach den Behandlungen eine Samenzellenzählung durchzuführen. Bei solchen Fällen empfehlen wir die Entnahme und Einfrierung von Samenzellen..

Systemische Krankheiten

Da bei Krankheiten mit hohem Fieber die Hoden beeinflußt werden, verschlechtert sich die Samenzellenqualität. Und da bei Leber- und Nierenkrankheiten das hormonale Gleichgewicht gestört wird, beeinflußt dies die Samenproduktion. Krankheiten wie Diabetis, Bluthochdruck können auch zur Unfruchtbarkeit führen. Und da bei neurologischen Krankheiten oder Verletzungen, Verhärtungsstörungen oder Ejakulationsstörungen auftreten können, können diese auch zur Unfruchtbarkeit führen.
Eins der wichtigsten Systeme, die die Fortpflanzung betreffen, ist das Endokrin-System (Hormon-System). Störungen in diesem System, vor allem der Hypofise, die die Fortpflanzungshormone abgeben, kann ein Grund der Unfruchtbarkeit sein. Außer diesen können verschiedene genetische Defekte, Störungen bei den Geschlechtsfunktionen, den Grund einer Unfruchtbarkeit bilden. Die wichtigsten Kriterien, damit eine  Samenanalyse als normal erachtet werden kann sind die Werte für die Samenzahl, Beweglichkeit und morphologischer Zustand, und daß ein oder mehrer dieser Werte nicht normal sind, sollte dazu bewegen unverzüglich einen Behandlungsplan zu erstellen.
Eine Samenzellenzahl von  20 Millionen/ml, Samenbeweglichkeit unter 30% wird als anormal akzeptiert. Die wichtigste Eigenschaft, die die Fruchtbarkeit einer Samenzelle bestimmt, ist dessen morphologischer Bau. Es ist wichtig, daß diese Parameter in einer Unfruchtbarkeitsklinik ausgewertet werden. Die, bei denen der morphologischer Wert unter dem normalen Wert von 5% liegen, sollten zur Feststellung der Behandlungsmethode ausgewertet werden.

Hormon-Tests

Bei männlicher Unfruchtbarkeit werden Hormon-Tests nur vorgenommen, wenn bei der Samenanalyse oder physischen Untersuchungen, Störungen festgestellt werden. Die Spiegel der Hormone für die Fortpflanzung werden mit einem einfachen Bluttest festgestellt. Diese Tests werden,  die vor allem bei Männern, bei denen keine Samenzellen bei der Samenanalyse festgestellt werden konnten, durchgeführt und ergeben wichtige Informationen darüber, ob dies Hoden-abhängig ist, oder nicht. Die wichtigsten Hormonuntersuchungen sind, die Testesteron- und LH-FSH-Ratio Untersuchung.

Die Samenzellenentnahme von den Hoden PESA, MESA, TESA, TESE (MIKRO)

Falls im Ejakulat keine Samenzellen vorhanden sind, werden PESA, MESA, TESA oder TESE angewandt. Welches dieser Verfahren das geeignete für den Patienten ist, wird durch einen Urologen festgestellt, und das Verfahren wird, entsprechend dieser Entscheidung, in Koordination von Urologe und Embryologie-Labor durchgeführt. Alle Verfahren werden unter lokaler Anästhesie durchgeführt.

BEI MÄNNLICHER UNFRUCHTBARKEIT DURCHGEFÜHRTE TESTS

Samenanalyse

Der wichtigste Test zur Bewertung einer männlichen Unfruchtbarkeit ist die Samenanalyse, die auf die Untersuchung der Ejakulation, die mittels Masturbation erhalten wird, beruht.

Patienten müssen bei diesen Tests auf Folgendes achten:

  • Daß das Ejakulat zwischen dem 2. und 6. Tag einer Enthaltung abgegeben wird,
  • Daß das Ejakulat in einem, vom Unfruchtbarkeitszentrun gestellten, sterilen Behälter aufbewahrt wird,
  • Daß während der Masturbation keine Spucke, Seife oder andere Gleitmaterialien verwendet werden, die den Samen schaden könnten,
  • Daß das Ejakulat, wenn möglich, in der gewählten Klinik oder in einer Entfernung, so daß es in 60 Minuten in der Klinik sein kann, abgegeben wird,
  • Damit ein Unfruchtbarkeitsurteil gefällt werden kann, müssen mindestens drei Untersuchungen innerhalb zwei Monaten durchgeführt werden.

PESA (Perkutaner Epididymale Samen Aspiration): Bei dieser Methode wird, nach der Betäubung der Hoden, mittels einer Nadels, ohne jeglichen chirurgischen Eingriff, Gewebe entnommen. Dieses Gewebe wird auf Samenzellen untersucht. Falls ausreichend Samenzellen angetroffen werden, wird die Behandlung abgeschlossen. Der Vortel der PESA ist, da kein chirurgischer Eingriff gemacht wird, daß die Heilung schnell erfolgt und mehrmals wiederholt werden kann. Nachteilig ist, daß auf diesem Weg nicht ausreichend Samenzellen erhalten werden können und daß benachbarte Gewebe beschädigt werden können.

MESA (Mikro Epididymal Samen Aspiration): Wird angewandt bei Nichtvorhandensein von Samenzellenleitern (Epididymis) oder deren Verstopfung. Die Hoden werden mit eine dünnen Schneide aufgeschlitzt und man gelangt an die Epididymis. Mit Mikrochirurgie wird eine Aspiration im verdickten Tubulus vorgenommen und an das Labor weitergeleitet. Falls Sperma aufgefunden wird und die Samenzellen ausreichend sind, wird der Vorgang beendet.

TESA (Testikuläre Spamen Aspiration): Die Hoden werden mit einer Schneide von Nachbargeweben getrennt und an verschiedenen Stellen mittels einer Nadel aspiriert. Danach werden diese Gewebe im Labor untersucht und falls Sperma aufgefunden und die Samenzellen ausrreichend sind, wird der Vorgang beendet. TESA wird angewandt, wenn das Epididymis für ein MESA nicht geeignet ist und wenn angenommen wird, daß an bestimmten Stellen der Hoden zu wenig Samenproduktion stattfindet.

TESE (Testikulläre Samen Exstraktion): Dieses Verfahren wird bei Patienten, bei denen angenommen wird, daß die Samenproduktion sehr gering oder bei manchen Teilen des Hodens minimal ist, angewandt. TESE ist das Verfahren, bei dem die Hoden beim Patienten chirurgisch geöffnet werden, Gewebe entnommen und auf Samen untersucht wird. Die Gewebeentnahme von den Hoden ist ein relativ einfaches Verfahren. Unter lokaler Anästhesie werden die Hoden mit einer Schneide geöffnet und aus verschiedenen Regionen Gewebe entnommen, um anschließend  an das Retorten-Labor weitergeleitet zu werden. Diese Gewebeteile werden mikroskopisch auf Samenvorkommen untersucht. Falls Samenzellen vorhanden sein sollten, werden diese vom Restgewebe getrennt und zur Verwendung vorbereitet. TESE wird in unserem Zentrum mittels spezieller Mikroskope durchgeführt. Durch diese Mikro-TESE genannte Methode ist die Wahscheinlichkeit von Samenauffindung gestiegen.

Samen-Morphologie

Die Samenzellen bestehen aus den Teilen, Kopf, Hals und Körper. Im Samenzellenkopf befindet sich das genetische Material. Vor allem die Störungen im Bau (Morphologie) des Samenzellenkopfes sind wichtige Faktoren, die die Befruchtungskapazität  einschränken. Der Hals ist notwendig für die Energie und der Schwanz für die Bewegung. Das durch die Anspannung der Muskel am Peniswurzel rausgeworfene Ejakulat (Sperma) hat normalerweise ein Volumen von 2-6ml und ist anfänglich dickflüssig. .

In dem sich in einer halben Stunde verflüßigenden Sperma befinden sich im Durchschnitt 50 Millonen/ml Samenzellen mit einer Beweglichkeitsquote von 40%. Die 25-30 Samenzellen mit der höchsten Befruchtbarkeitskapazität der Samen in der Vagina, erreichen die Eizelle in den Fortpflanzungskanälen und  nur einer dringt in das Ei ein und verwirklicht die Befruchtung. Sogar nach 16 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr kann man auf lebende Samenzellen in der Vagina antreffen.
Eine Samenzellenzahl von  20 Millionen/ml, Samenbeweglichkeit unter 30% wird als anormal akzeptiert. Die wichtigste Eigenschaft, die die Fruchtbarkeit einer Samenzelle bestimmt, ist dessen morphologischer Bau. Es ist wichtig, daß diese Parameter in einer Unfruchtbarkeitsklinik ausgewertet werden. Die, bei denen der morphologische Wert unter dem normalen  Wert von 5% liegen, sollten zur Feststellung der Behandlungsmethode ausgewertet werden.

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